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Dermatologie - Hauttumorzentrum Hornheide-Münster

Hautkrebs ist die häufigste Krebserkrankung in Deutschland. Die Ursachen sind im Gegensatz zu vielen anderen Krebsarten relativ eindeutig. „Sonnenurlaube und häufige Besuche im Solarium tragen dazu bei, dass die Generation der heute 35-Jährigen einem so hohen Hautkrebsrisiko ausgesetzt ist wie keine andere zuvor“, erläutert Priv.-Doz. Dr. med. Hans-Joachim Schulze, leitender Arzt der Dermatologie an der Fachklinik Hornheide.


Dabei ist Prävention der wichtigste Schutz vor Hautkrebs – und vor jedem Sommer „brandaktuell“. „Wir können die Sonne genießen, wenn wir drei Regeln beachten: von 11 bis 15 Uhr im Schatten aufhalten, in der Sonne großflächig-luftige und UV-dichte Kleidung mit Kopfbedeckung tragen und alle unbedeckten Hautstellen mit UV-Schutzmitteln eincremen“, rät Dr. Schulze. „Schon eine leichte Rötung weist auf eine Verletzung der Haut hin“, weiß der Experte – und das sind nur die sichtbaren Folgen. Unsichtbar sind die Schäden in der Erbsubstanz jeder belichteten Hautzelle, die bei fehlerhafter zelleigener Reparatur später zu Hautkrebs führen können.


Sicherheit durch Früherkennung


Die Früherkennung von Hautkrebs ist vergleichsweise unkompliziert, da sich die Krankheit gut sichtbar auf der Haut entwickelt. „Verdächtig sind langsam wachsende, wiederholt blutende oder nicht heilende Knötchen oder Geschwüre, festhaftende, hornige Rauigkeiten auf den der Sonne ausgesetzten Hautregionen wie Gesicht, unbehaarter Kopfhaut und Handrücken – oder Pigmentmale, die sich von anderen durch unregelmäßige Form, unscharfe Begrenzung, ungleichmäßige Farbverteilung oder einem Durchmesser von über 6 mm unterscheiden“, so der Mediziner. Früh entdeckt, kann der Hautkrebs durch operative Entfernung geheilt werden. Regelmäßige Selbstbeobachtung leistet einen wichtigen Beitrag zur Früherkennung. Auffällige Veränderungen sollten zur Abklärung sofort dem Hautarzt gezeigt werden, die Untersuchung ist eine Kassenleistung. Daneben empfiehlt sich ein Hautkrebs-Screening für alle gesetzlich Versicherten ab 35 Jahren. Während Frühstadien in nahezu allen Fällen heilbar sind, erfordern fortgeschrittene Tumore meist eine wesentlich komplexere Herangehensweise. In Hornheide arbeitet ein ganzer Experten-Stab eng zusammen. „Wir sind ein von der Deutschen Krebs-Gesellschaft zertifiziertes Hauttumorzentrum, in dem die interdisziplinäre Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachrichtungen weiter intensiviert wird“, erläutert Dr. Schulze. Dazu gehören eine ausführliche Beratung, eine sich an aktuellen Studien orientierende Behandlung, Tumornachsorge, psychoonkologische Betreuung und die Kooperation mit Selbsthilfegruppen. „In der interdisziplinären Hauttumorkonferenz werden die bestmöglichen diagnostischen und therapeutischen Leistungen für jeden Patienten besprochen und geplant. Dazu zählen z.B. bestimmte Operationen, Kälte- oder Laserchirurgie, Strahlenbehandlungen und medikamentöse Tumortherapien“, weiß der Experte.


Medikamentös gegen Schwarzen Hautkrebs


Das Maligne Melanom bzw. der Schwarze Hautkrebs gilt als aggressivste Form der menschlichen Hauttumoren – und tritt in den letzten 20 Jahren wesentlich häufiger auf als jeder andere bösartige Tumor. Besonders tückisch: Wenn es erst einmal zu einer Metastasierung in den inneren Organe gekommen ist, sind die Heilungschancen in den meisten Fällen sehr gering, wie Experte Dr. Michael Fluck von der Fachklinik Hornheide zu berichten weiß. Doch es gibt Hoffnung für die Erkrankten: Von den vor wenigen Jahren entwickelten Medikamenten gegen das Maligne Melanom verspricht sich auch der Leitende Arzt der Abteilung für Internistische Onkologie wesentlich bessere Therapiemöglichkeiten. „Die medikamentöse Therapie des metastasierten Melanoms hat in den letzten 40 Jahren stagniert und uns nur wenig Hoffnung auf Besserung gemacht“, berichtet Dr. Fluck. Die Mediziner konnten in dieser langen Zeit hauptsächlich auf das Präparat Dacarbazin zurückgreifen, das nur bei einer Minderheit der Patienten zu einer Rückbildung der Metastasen führte. Ein Großteil der Erkrankten verstarb trotz Therapie nach nur neun Monaten. In ca. 30 klinischen Studien gelang es zwar, die Ansprechraten des Medikamentes dank spezieller Kombinationstherapien zu erhöhen und die Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung zu verlängern – die Überlebenszeit der Patienten blieb davon aber regelmäßig unbeeinflusst. Dazu kam, dass die Kombinationstherapien häufig stärkere Nebenwirkungen hervorriefen als die alleinige Behandlung mit Dacarbazin. Diese lange Phase der Stagnation scheint nun überwunden: In den vergangenen Jahren gelang es den Forschern immer besser, die Biologie der Melanomerkrankung zu verstehen – und die sich im Zellinneren abspielenden Mechanismen des „ungehemmten Melanomzellwachstums“ zu entschlüsseln. Parallel wurden die immuntherapeutischen Strategien gegen die Erkrankung weiterentwickelt. „Heute steht uns mit dem vollsynthetisch hergestellten, humanisierten Antikörper ‚Ipilimumab‘ ein neues Medikament zur Verfügung, das bei einem Teil der Patienten ein Fortschreiten der Erkrankung hemmt und deren Überlebensdauer verlängert“, so Dr. Fluck. Der Einsatz von Ipilimumab bewirkt eine ungebremste Aktivierung von T-Lymphozyten gegen Melanomzellen, was bei ca. 25 Prozent der behandelten Patienten zu einem lang anhaltenden Erkrankungsstillstand führt. Die Therapie besteht aus maximal vier 90-minütigen Infusionen im Abstand von drei Wochen.


Erster Schritt in eine neue therapeutische Ära“


Verhältnismäßig neu sind auch die Substanzen Vemurafenib und Dabrafenib. Diese Therapeutika sind kleine Moleküle, die in der Lage sind, ein genetisch verändertes intrazelluläres Wachstumssignal von Melanomzellen zu unterbrechen – und damit eine ungehemmte Teilung der Krebszellen verhindern. Bei ca. 50 Prozent der Melanom-Patienten ist diese Genveränderung im Tumor nachweisbar. „Durch diese neuen Substanzen erfahren die oft schwer kranken Patienten nach bereits wenigen Tagen eine einsetzende klinische Besserung. Bei rund der Hälfte der Betroffenen kommt es zu einer mindestens 50-prozentigen Rückbildung der Metastasen. In weiteren 20 bis 30 Prozent aller Fälle kommt es zu einer Teilrückbildung oder zumindest einem Wachstumsstillstand der Metastasen“, erläutert der Facharzt. Vemurafenib und Dabrafenib werden in Tablettenform verabreicht. „Für uns Hautkrebs-Experten sind diese modernen, medikamentösen Behandlungsformen ein erster Schritt in eine neue therapeutische Ära bei der Therapie des metastasierten Melanoms“, freut sich Dr. Fluck. Weitere vielversprechende Medikamente sind bereits in fortgeschrittener klinischer Entwicklung – und auch die kombinierte Anwendung der Substanzen wird in Studien erprobt, an denen sich auch die Fachklinik Hornheide momentan aktiv beteiligt.



Fachklinik Hornheide

Hauttumorzentrum Hornheide-Münster

Dorbaumstr. 300, 48157 Münster

Tel. 0251-3287411,

www.hautkrebszentrum.ms / www.fachklinik-hornheide.de.

 

 

 

 

 

 


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